Die Nutzung des Sensegebiets

Materielle Nutzung bis ca. 1975

Sandsteinbrüche bei der Ruchmühlebrücke

Oberhalb der Ruchmühlebrücke wurden auf der Bernerseite in den Sandsteinflühen aus einem kleinen Sandbruch Sandsteinplatten gebrochen. Um das Material zu erreichen, wurden im Laufe der Zeit tunnelartige Gänge ins Felsinnere vorgetrieben. Da die Schichten fast waagrecht verlaufen, war ein Abbau nicht allzu schwierig. Es wurde hier nur zeitweise, vor allem während den Wintermonaten, gearbeitet. Bereits die Grasburg wurde aus Sandsteinen der Senseschlucht gebaut.

Pflasterstein-Herstellung

Noch vor fünfzig Jahren wurden vereinzelt aus Sensesteinen Pflastersteine hergestellt. Für diese Herstellung brauchte es gewisses Materialgefühl, da es sicherlich nicht einfach war, aus einem Stein mit einem Fausthammer einen zur Pflasterung von Strassen brauchbaren Stein herauszuhauen. Die «Bsetzisteine» sollten alle etwa gleich gross sein, denn sonst wurde die Strasse holprig. Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren sicherlich noch mehr solche Steinhauer mit den vielen Sensesteinen beschäftigt gewesen, als die Strassen noch gepflästert und nicht geteert wurden.

Kies- und Sandausbeutung

Bei der Guggersbachbrücke und bis 1975 auch bei der Sodbachbrücke war eine Anlage, die Sand und Kies mittels Drahtzug-Baggerlöffel maschinell aus der Sense holte, in Betrieb. Sand und Kies wurden dann getrennt und der Kies zu Feinkies verarbeitet. Die Jahrzehnte lange Ausbeute hat dazu geführt, dass an vielen Orten im Unterlauf der Sense der Sandsteingrund zu Tage tritt.

Land und Frostwirtschaft

Um das karge Einkommen eines Bauern aufzubessern, wurden früher die Wälder an den Abhängen und im Flussgrund forstwirtschaftlich genutzt. Bei günstiger Witterung wurde das geschlagene Holz mit dem Pferdezug oder einem Traktor zur nächsten Brücke geflösst. Ein Bild, wie rechts abgebildet ist, gehört aber schon lange der Vergangenheit an.

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