Geschichte

Allgemein
Jahr Ereignis
7./8. Jhdt. Diverse Funde deuten auf eine romanische Besiedlung hin.
Um 1000 Gründung des Dorfes Schwarzenburg.
1076 Eröffnung des Cluniazenser Klosters Rüeggisberg und damit Beginn einer dichteren Besiedlung der Region.
1224 Erste urkundliche Erwähnung der Edlen von Grasburg.
1228 Erste urkundliche Erwähnung des Kirchenorts Wahlern (Walerro).
1248 erhält die Herrschaft Grasburg die unmittelbare Reichsfreiheit, d.h. sie ist direkt dem Kaiser unterstellt.
1310-1423 Savoyische Vögte verwalten die von den deutschen Königen mehrmals verpfändete Herrschaft Grasburg.
1314 In den Rechnungen des savoyischen Kastellans wird erstmals Schwarzenburg als Marktort erwähnt.
1365 Letzte Erwähnung der Edlen von Grasburg: Margaretha von Grasburg heiratet einen Junker Johann von Erlach. Die Herrschaft Grasburg geht in savoyische Verwaltung über.
1423 Das Haus Savoyen verkauft die Herrschaft Grasburg an Bern und Freiburg. Von da an ist es eine so genannte Gemeine Herrschaft, die im Fünfjahresrhythmus entweder von Berner oder Freiburger Vögten regiert wird. Ab 1576 residieren die Vögte im neuen Schloss in Schwarzenburg.
1463 Bau der durch Venner Lienhardt Schmid gestifteten Frühmesskapelle im Dorf Schwarzenburg. Sie wird «Chäppeli» genannt.
1572-1575 Bau des neuen Schlosses Schwarzenburg aus Abbruchsteinen der Grasburg, Frondienst der Bevölkerung. Umzug des Vogts ins Schloss.
1676 Auf Grund der unvorstellbaren Armut einigt sich die hart betroffene Landschaft Grasburg, gestützt auf ein bernisches Mandat, auf eine Bettelordnung.
1697 Der Dorfbach zerstört in Schwarzenburg nach Unwettern 15 Häuser.
1798 Die bernische Regierung kapituliert am Grauholz vor den französischen Truppen. Die alte Ordnung wird durch die Besetzungsarmee aufgelöst, die Herrschaft Grasburg dem Verwaltungsdistrikt Freiburg unterstellt. Es ergeht ein Gesuch an den Citoyen Général Brune, man möchte das Schwarzenburgerland dem Kanton Bern zuteilen. Napoleon reagiert erst 1802 auf das Gesuch.
1803-1813 Schwarzenburg wird im Abtausch mit Murten Bern zugeordnet. Nach Napoleons Niederlage bei Leipzig löst die Eidgenossenschaft die Akte auf, Bern stellt die alte Ordnung mit dem Patriziat wieder her.
1831 Bau der steinernen Schwarzwasserbrücke.
1862 Tägliche Postverbindung nach Bern.
1882 Die eiserne Strassenbrücke über das Schwarzwasser, ein technisches Wunderwerk, wird am 12. November eingeweiht.
1894 Als die Stadt Bern Quellgebiete im angrenzenden Gebiet kauft, sichert sich auch Wahlern Rechte. Die Stadt Bern kauft das «Schlössligut» samt Grasburg zur Sicherung ihrer Wasserversorgung.
1947 ist ein Dürrejahr. Das Schwarzwasser bleibt vom Ursprung bis zur Einmündung des Gambachs während Wochen ausgetrocknet.
1984-1985 Die Stadt Bern lässt die Grasburg sachgerecht renovieren, Wahlern beteiligt sich an den Kosten.
1985 Am 4.Juli überschwemmt der Dorfbach nach schwerem Unwetter seinem Lauf entlang weite Teile des Dorfs und der übrigen Gemeinde.
1990 Eröffnung des regionalen Heimatmuseums.
2005 Trennung der Gemischten Gemeinde Wahlern in eine Einwohnergemeinde Wahlern und eine Burgergemeinde Wahlern.

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